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Montblanc 342G


Montblanc 342 G – Zusammenfassung
  • Hersteller: Montblanc, Deutschland/Hamburg
  • Zeitraum: erste Produktionsreihe 1951-53
  • Feder: Gold EF-F mit semi-flex
  • Fülltechnik: Kolbenmechanismus mit Kunstoff Kolben/Dichtung
  • Material: Celluloid / Kunstharz
  • Tintenleiter: Ebonit
  • Größe: geschlossen ~13cm
  • Besonderheiten: In diesem Zeitraum wurde bei diesem Modell der Montblanc “Stern” nur durch Umrisse angedeutet, nicht gaenzlich eingefärbt.

 

Montblanc 342 G – Schriftbild und Schreibgefühl
Montblanc 342G Schrift seitlich

Montblanc 342G Schrift seitlich

Zuerst sei zu sagen, dass das Korn von meinem Montblanc recht flach und scharf abgeschrieben war, so das ich die Feder noch per Hand etwas einschleifen musste. Zudem empfindet jeder anders, und die Schrift fällt anders aus. Dieser Bericht soll lediglich aufzeigen wie ich es Empfinde und was bei mir dabei rauskommt am Ende.
Wie bereits erwähnt war mein Korn schon recht abgeschrieben und wurde warscheinlich dadurch etwas “schärfer”, auch nach der Anpassung von mir. Die goldene Feder mit etwas Flex gibt ein angenehmes Feedback beim schreiben. Ein wenig erinnert das Gefuehl an Schienen. Durch dieses “Schienen” Gefühl wird man auch während des schreibens etwas geleitet.
Wärend des Schreibens ist das einzige Geräusch ein leichtes angenehmes kratzen. Manch einer würde es als ASMR Sound verkaufen 😉

Montblanc 342G Schriftbild

Montblanc 342G Schriftbild

Mir kommt es vor als waer die Schrift mit dem Montblanc 342G etwas kantiger, besonders bei Lienen die von rechts nach links verlaufen. (s.h. “3”)
Die Tinte wird gut zu Papier gebracht, zwar legt er keine “Wurst” aufs Papier, aber es reicht um den Farbton satt darzustellen. Ein Shading wird nur bei schnellen Teilbewegungen sichtbar, (s.h. “b”, “3”, “G”). Da ich ihn meist “bedacht” einsetze, sind nur ab und zu helle Nuancen zu sehen. Schlecht fliessende Tinten kommen leider ziemlich hell aufs Papier, aber dennoch ohne das der Schriftzug abreißt.
Der Flex der Feder reagiert sogar ohne beabsichtigten Druck und gibt dem  Schriftbild so einen lebendigen Touch. Die Schriftprobe rechts wurde z.B. ohne besonderen Druck ausgeübt, und dennoch ist eine deutliche, aber nicht aufdringliche Linien Varianz erkennbar.

 

Montblanc 342 G – Optik
Montblanc 342G Feder

Montblanc 342G Feder

Schlicht und Elegant, das beschreibt wohl die Feder und den Korpus am besten. Die Feder ist klein gehalten, in einem matten dunkleren Gold, ohne viele Schnörkeleien. Lediglich die notwendigstens Daten und Hersteller sind auf der Feder vermerkt, die samt Tintenleiter rausgeschraubt werden kann.
Der Füller ist gesamt bis auf das blaue Tintensichtfenster in Schwarz Gold gehalten.
Zum Bedienen des Füllmechanismus dient der hinterste Teil des Korpus. Eine Blindkappe zur Absicherung gibt es hier nicht, auch sollte diese nicht Notwendig sein, da der Mechanismus nicht zu leicht geht, und bei mir am Anfang etwas Spiel hat.

Montblanc 342G geschlossen

Montblanc 342G geschlossen

 Der Körper ist in einem glänzenden Schwarz mit Goldring an der Kappe und einem Goldenen Clip versehen. Außer der Firmengravur an der Kappe (von mir mit weisser Farbe aufgefrischt) und am Kappenende der Umriss des Montblanc Sterns, sind sonst keine Stempel oder Gravuren vorhanden. Erst bei späteren Modellen wurde z.b. das Modell eingestempelt. Leider wackelt der Ringt trotz “Crimpens” etwas bei mir, aber nicht genug damit er abfallen koennte. Bei den Folgemodellen ist der Goldring der Abschluss der Kappe und hat evtl nicht mehr dieses Problem.

 

Montblanc 342 G – Persönliches
Montblanc 342G offen

Montblanc 342G offen

Mein bisher bester Fang auf einem Flohmarkt. Einsam lag er mit ein paar Tauchfedern und Ausziehtusche Patronen da in dieser Plastik Schachtel. Ich hatte schon vorher Füller für 1-5 Euro vom Flohmarkt mit nach Hause genommen, aber dieser hier hat mir eine ganz neue Welt der Füllfederhalter offenbart. Auch hatte ich schon höherwertigere Füller auf Treffen gesehen und auch etwas probegeschrieben, aber noch keine mit Semi-Flexibler Goldfeder. Selbst hatte ich bisher auch nur starre Stahlfedern alter Füllermodelle oder welche aus China. Nicht das diese schlecht schreiben, aber eine Goldfeder mit Flex ist schon was ganz anderes. Man könnte sagen er hat mit meine Vorliebe für Semiflexible Federn im Alltag geweckt.

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